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Verlust der Balance
Das nämliche Gefühl
Berliner Fieber
Der Hauptdarsteller
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Stilles Nichts
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fine art print 60 x 90 cm
Erklärungen an B

Das erste Mal?
Da liegst du unter mir, hell erleuchtet in einem Meer aus Schwarz.
Das erste Mal dir in die Augen schauen?
Am Platz genannt nach einem Staatsminister der Preußen-Provinienz,
direkt am Bahnhof mit dem Namen deiner animalischen Versammlung.
Und um mich ist es geschehen, das ist ab da ein Lebenslänglich.
Da bist du noch das Doppel-Lottchen aus Best und Rost und was da wo ist
soll dem Auge des Betrachters überlassen bleiben.
Unterpfand der Furie Krieg, des kalten Kampfes um den besten Platz,
hast zwar daran zu leiden, aber überstehst mit stoischer Gelassenheit
und kessen Sprüchen, wie es deine Art ist.
Ich bin noch jung, geh wieder weg und komme immer wieder.
Mal lang, mal kurz, mal fest, mal nur zur Stippvisite und schau die
Welt mir an, du bleibst hier und ich kann dich nicht lassen.
Bis ich dir sogar einmal in deiner Neuen Welt, die heute Huxleys ist,
ein Ständchen bringe.
Lange her, doch nicht vergessen.
Verbogene Schönheit, Ruppigkeit mit Charme, die Robustheit deiner
Zuwendung ist nicht für jeden, aber wer drauf kann ist bestens
aufgehoben und geborgen.
Du hast immer deine Eigenzeit, Kalamitäten inbegriffen wie die Zerteilung
deines Torsos, die willkommenen oder auch ungebetenen Gäste
und alle die aus deiner Mitte kommen.
Die Mächtigen und Großsprecher, die Kreativen und die Tragischen,
unterhaltsame Gestalter, Freaks, Clowns und Gescheiterte.
Der König mit der Flöte, der auch schrecklich Krieg führen konnte
und seine Kartoffelfelder von Soldaten sichern ließ.
Der große Alexander, unvergessen wie er forscht und findet, alles in
Beziehung zu einander setzt. Er ist der Meinung nur die Weltanschauung
sei gefährlich, von Menschen, die sich diese Welt nicht anschauen.
Ein Pionier, wie wir ihn heute wieder bräuchten
Der Dichter, sein zerbrochener Krug wird älter als er selbst,
weil das Schießen mit Pistolenkugeln auf den eigenen Leib
äußerst wirksam ist auf's Leben.
Dort am See, zu dem auch Conny will mit eingepackter Badehose.
Den vierten Friedrich Wilhelm, den du zwingst den Hut zu ziehen
im Angesicht der Toten vor den Barrikaden, auf denen auch
der Apotheker steht, der Dichter von John Maynard
und dem Herrn von Ribbeck.
Schuster Vogt, der in Südost mit viel Chuzpe die Stadtkasse beklaut
und selbst beim majestätisch dummen deutschen Kaiser
ein Lachen sich erbeutet.
Der Kaiser, der nur Deutsche kennt und nicht mehr die Parteien,
verantwortlich für Tod und Teufel, als Nukleus des Dramas
des vergangenen Jahrhunderts.
Die Gangsterbande, beschrieben im Arturo Ui des Herrn B,
real agierendes mafiöses Personal, dessen Chef dich gerne umbauen will,
was ihm auf seine unverwechselbare Art auch gründlichst dann gelingt,
da bist du platt und dann der Sturz ins Bodenlose
mit monströsen Gräueln und Kulturbruch, der bis heute wirkt.
Spitzbart, der mit Bauch und Brille, zwar nicht Volkes Wille,
trotzdem Chef vontjanze, aber nach eigener Aussage hat er keinen Plan
als Maurer sich zu etablieren und sein Kumpel mit der eigenen
Mord-Akte im Panzerschrank, die wollen was Neues, Anderes und
sind doch nur von Gnaden der Historie und fremder Bajonette und
saufen ab am End.
Und der John F., der über den Atlantik fliegt und dreist behauptet,
er sei der Unsrigen einer.
Der Schauspieler aus California, der mahnt, please tear down this wall
und dann sein Gegenpart mit dem Zuspätkommen im Leben,
all dies schreckliche Gepose, das dann doch noch
einen guten Ausgang nimmt und dir den Weg
zu Ganzheit und Genesung öffnet,
trotz palaverndem Vereinigungskanzler,
der dich mit neuer Waschmaschine am Spreeufer beschenkt.
So viele, die ich nennen könnte, die du beeinflusst, inspiriert.
Die Luxemburg, der Zuse, vom Gropius gleich zwei, der Grosz und
Grützke, die Philharmusiker mit exzellentem Klang, der Tucho,
der auch Panter und ein Tiger war, die Knef mit ihrem Koffer,
der noch bei dir steht, die Wolf, die Müller, die Waldoff und die Dietrich.
Der Newton, der eigentlich ein Neustädter gewesen ist,
Piscator und BB, der Hacks, der Reiser und Pudelko,
der mit mechanischem Herz, der ungezähmte Engel
mit deinem Beat und deiner Poesie im Blut.
Bist immer noch und wieder der Magnet.
Für Touris mit dem Rollkoffer-Gedröhn, die keiner will
und viele doch sehr brauchen.
Und andere, die kommen, weil dort, wo ihre Wiege steht,
sie nicht gelitten sind oder einfach nur zu arm zum Überleben.
Da zitier ich gern ein altes Lied
- Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber,
einigt euch und ihr seid frei.
Illustres Personal ist dein Milieu und insgesamt gilt für dies Substrat
nach dem Zitat vom deutschen Schreiber Johann Wolfgang von:
„Es lebt aber, wie ich an allem merke, dort ein so verwegner Menschenschlag
beisammen, daß man mit der Delikatesse nicht weit reicht,
sondern daß man Haare auf den Zähnen haben
und mitunter etwas grob sein muß, um sich über Wasser zu halten.“
Du große, dicke B,
kein schöner Land in diese Zeit, so könnt man meinen und vieles
hast du zweimal, ein Erbe noch aus alter Zeit.
Du musst ein wenig auf dich achten, man zermangelt dir gerade die Figur.
Zu viel Beton, zu viel historisierendes Gebaue, zu wenig Aura
und dann die ganze Mittelmäßigkeit, fatal wenn du dann irgendwann
so bist wie überall und nirgends.
Dein Drumherum ist wunderbar, ist aber eben jottwede und nur Provinz.
Du große, dicke B, du Sugermama,
zehn Jahre leb ich jetzt wieder mit dir hier und eins ist immer noch wie eh und jeh.
Schüchtern bist du sicher nicht. Laut bist du, vorlaut eher
und im Orchester bist Du die Trompete.
Unter den Farben bist Du Gelb, das Rot und Blau, alles gleich zur selben Zeit
und im Winter einfach grau und unausstehlich.
Manchmal mag ich Dich nicht anschauen, so hässlich kannst Du sein.
Aber wenn Du so daliegst im märkischen Sand, entspannt, gelöst
und höchst inspirierend,
dann bist Du einfach hinreißend.
Die ...losigkeit
Die ...losigkeit